E-Bikes erfreuen sich in der Schweiz seit einigen Jahren grosser Beliebtheit. Mit der zunehmenden Nutzung steigen jedoch auch die Unfallzahlen. 2024 verletzten sich 533 Personen schwer, was zwar einen Rückgang um 10 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, doch 25 Personen starben – so viele wie noch nie in einem Jahr. Damit ist im letzten Jahr jedes zehnte Todesopfer im Strassenverkehr mit dem E-Bike verunfallt. Mehr als die Hälfte der schweren E-Bike-Unfälle sind Selbstunfälle – häufig, weil die Fahrerin oder der Fahrer die Kontrolle über das E-Bike verliert. Wegen der höheren Geschwindigkeit ist mit einem E-Bike nicht nur der Bremsweg länger als mit einem herkömmlichen Velo. Es bleibt auch weniger Zeit, um auf Unerwartetes zu reagieren.
Nicht das Letzte aus dem E-Bike herausholen
Um unfallfrei und sicher ans Ziel zu kommen, lohnt es sich, vorausschauend zu fahren und die Geschwindigkeit immer der Verkehrssituation und den Strassenverhältnissen anzupassen. E-Bike-Fahrende müssen jederzeit damit rechnen, dass andere Verkehrsteilnehmende sie wegen ihrer schmalen Silhouette übersehen. Deshalb empfiehlt die BFU, sich z. B. mit einer Leuchtwe-te sichtbar zu machen und sich an die Tagfahrlichtpflicht zu halten. Sollte es zu einem Unfall kommen, reduziert der Helm das Risiko einer schweren Kopfverletzung stark.
Nur dort E-Bike fahren, wo es erlaubt ist
Ab Juli wird die Signalisation für E-Bikes angepasst. Das Piktogramm «Velo» gilt künftig für alle E-Bikes, das Motorfahrrad-Symbol für alle schnellen E-Bikes. So kann künftig schnellen E-Bikes z. B. das Befahren von Velowegen untersagt werden. Diese Änderungen sollen den Verkehr entflechten –und helfen, Geschwindigkeitsunterschiede auf stark befahrenen Velorouten zu verringern und Konflikte zu vermeiden.
Gemeinsam für mehr Sicherheit
Um die Zahl der schweren E-Bike-Unfälle zu reduzieren, spannen die BFU und die Allianz zusammen – in einer gemeinsamen, schweizweiten Sensibilisierungskampagne. Als nationales Kompetenzzentrum arbeitet die BFU mit Organisationen, Verbänden, Vereinen und Unterneh-men zusammen, um Unfallrisiken durch gezielte Prävention zu senken. Die Kampagne wurde durch die finanzielle Unterstützung der Allianz möglich.
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