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​​​ISSI-Zertifikatskurse der bfu

 

​Die bfu bietet jährlich Kurse zu Infrastruktur-Sicherheitsinstrumenten (ISSI) an:

  • Road Safety Audit RSA – Projekte verkehrssicher entwerfen
  • Road Safety Inspection RSI – Gefahrenstellen identifizieren und sanieren
  • Black Spot Management BSM – Unfallschwerpunkte identifizieren und sanieren.

 

Die bfu ISSI-Zertifikatskurse folgen dem Ausbildungskonzept des ASTRA aus dem Jahre 2014. Dieses sieht einen 3-tägigen Kurs (Ausbildungsstufe 1) und je einen 5-tägigen Zertifikatskurs pro ISSI-Instrument (Ausbildungsstufe​ 2) vor.

Während die Ausbildungsstufe 1 einen Überblick über die 6 ISSI-Instrumente gibt, vertieft die Ausbildungsstufe 2 jeweils ein einzelnes Instrument.

Es wird nicht vorausgesetzt, dass für die Teilnahme an einem Zertifikatskurs der Ausbildungsstufe 2, die Ausbildungsstufe 1 besucht wurde.

 

Kursdaten ab 2018:​​​


  
  RSI - Kurs                                         RSA - Kurs                                 


​​ISSI

Die verkehrstechnischen Beratungen erfolgen hauptsächlich anhand der Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente.

 

RIA - Road Safety Impact Assessment

Das RIA stellt eine Grundlage für die Bestimmung der sichersten Projektvariante dar. Es werden netzweit Sicherheitsauswirkungen der zukünftigen Menge und Verteilung des Verkehrs der jeweiligen Projektvarianten für Strecken- und Knotenpunkttypen abgeschätzt. Das RIA unterstützt Nutzen-Kosten-Betrachtungen und ergänzt die Zweckmässigkeitsbeurteilung um eine räumlich differenzierte Bewertung der Verkehrssicherheit.

 

RSA - Road Safety Audit

Das RSA dient dem Erkennen von Sicherheitsdefiziten in den Projektierungsunterlagen beim Entwurf der Strasseninfrastruktur. Systematisch werden durch einen unabhängigen Auditor potenziell sicherheitskritische Situationen identifiziert, die sich aus der Wahl und Kombination von Entwurfselementen ergeben. Der Strasseneigentümer erhält die Möglichkeit, Projekte frühzeitig zu korrigieren, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

 

RSI - Road Safety Inspection

Mit der RSI werden Strassenabschnitte in regelmässigen Abständen besichtigt, um Sicherheitsdefizite hinsichtlich Ausstattung, Verkehrsregelung sowie weiterer Risiken für einen sicheren Verkehrsablauf zu identifizieren. Auf Basis der festgestellten Defizite wird ein Sanierungskonzept erstellt. Ziel ist die Herstellung einer sicheren Strasseninfrastruktur durch Beseitigung der identifizierten Sicherheitsdefizite und Risiken.

 

BSM - Black Spot Management

Das BSM dient der schrittweisen Beseitigung von Unfallschwerpunkten im Strassennetz. Diese werden systematisch identifiziert und nach Sanierungspriorität im Detail analysiert. Geeignete Massnahmen zur Sanierung werden auf Basis der Unfallanalyse abgeleitet, projektiert und realisiert. Die Wirksamkeit der Massnahme wird überprüft und gewährleistet eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit.

 

NSM - Network Safety Management

Das NSM nimmt eine Sicherheitsbewertung des Strassennetzes vor. Auf Basis des Unfallgeschehens werden Infrastrukturpotenziale von Strassenabschnitten bestimmt. Bei einem hohen Infrastrukturpotenzial können durch Verbesserungsmassnahmen hohe Nutzen durch vermiedene Unfälle erzielt werden. Der Handlungsbedarf aus Sicht der Verkehrssicherheit wird damit für unterschiedliche Prozesse der Planung und des Betriebs von Strassen definiert.

 

EUM - Einzelunfallstellenmangagement

Das EUM unterstützt den Strasseneigentümer in der Beurteilung eines möglichen Infrastruktureinflusses bei besonderen Einzelereignissen. Die Analyse erfolgt zeitnah auf Basis der Ergebnisse von RSI, BSM und NSM und ermöglicht eine direkte Umsetzung der daraus abgeleiteten Massnahmenempfehlungen. Sind die Sicherheitsdefizite der Infrastruk­tur für das gesamte Netz relevant, können durch das EUM vertiefte und umfassende Unfalluntersuchungen initiiert werden.

 

Ja