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Sicheres Fahren mit Medikamenten

 

Fahren unter Medikamenteneinfluss ist ein oft unterschätztes Problem für die Sicherheit im Strassenverkehr. Gemäss der in den Jahren 2006–2008 durchgeführten Roadside-Survey in der Romandie nahmen 10 % der Motorfahrzeuglenkenden Medikamente ein, die die Fahrfähigkeit beeînflussen können.

In der Schweiz gibt es rund 3500 zugelassene Heilmittel und Medikamente, die die Fahrfähigkeit beeinträchtigen können. Es handelt sich meistens um Substanzen, welche auf die Psyche und das Nervensystem einwirken, wie zum Beispiel Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder Antidepressiva, aber auch Schmerzmittel und Medikamente gegen Allergien, Reisekrankheit oder Husten. Sie können unter anderem das Reaktionsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit herabsetzen, die Sehleistung negativ beeinflussen oder enthemmend wirken. Diese Auswirkungen können auch bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten auftreten. Die negativen Auswirkungen dieser Medikamente sind besonders hoch zu Beginn einer Behandlung, nach einer Änderung der Dosierung sowie in Kombination mit Alkohol, anderen Medikamenten oder Drogen.

Warnung: Wird aufgrund von polizeilichen Beobachtungen, Blutuntersuchungen und ärztlichen Gutachten eine medikamentenbedingte Fahrunfähigkeit festgestellt, gilt diese rechtlich als «schwere Widerhandlung» und führt unter anderem zu einem Führerausweisentzug von mindestens drei Monaten.

Es ist vielen Fahrzeuglenkenden nicht bewusst, dass die (Neben-)Wirkungen der eingenommenen Medikamente ihre Fahrfähigkeit beeinträchtigen können. Die bfu empfiehlt daher, beim Arzt oder Apotheker Rat einzuholen, bevor man sich unter Medikamenteneinfluss ans Steuer setzt. Informieren Sie die Fachperson lückenlos über Ihren Medikamentenkonsum, damit das Risiko von Wechselwirkungen verschiedener Medikamente einkalkuliert werden kann.

 

Tipps:

  • Wenn Sie ein Medikament erhalten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob beim Lenken eines Fahrzeugs ein Risiko besteht.
  • Lesen Sie die Packungsbeilage: Sie enthält Hinweise auf eine mögliche Beeinträchtigung Ihrer Fahrfähigkeit.
  • Halten Sie beim Konsum von Medikamenten die verordnete Dosierung ein. Auch der Verzicht auf die Einnahme wichtiger Medikamente könnte am Steuer gefährlich werden.
  • Vermeiden Sie, zusätzlich zu Medikamenten Alkohol oder Drogen zu konsumieren.
  • Besuchen Sie die Website www.fragen-dann-fahren.ch und schauen Sie das Ratgebervideo an.

 

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https://bfu.ch/sites/kundensuite/de/Lists/ArtikelD/DispForm.aspx?ID=3574Fahren mit Medikamenten "Erst fragen, dann fahren!"
https://bfu.ch/sites/kundensuite/de/Lists/ArtikelD/DispForm.aspx?ID=2170bfu-Faktenblatt Drogen und Medikamente im Strassenverkehr
https://bfu.ch/sites/kundensuite/de/Lists/ArtikelD/DispForm.aspx?ID=3111bfu-Pilotstudie R 9221 – Analyse von Medikamenten-Packungszetteln

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